Sie haben Ihre Immobilien von externen Spezialisten begutachten lassen und Zustandsberichte erhalten. Dies ist ein wichtiger Schritt, um den Zustand von Gebäuden zu verstehen, den zukünftigen Cashflow-Bedarf zu planen und Renditen oder Budgets zu optimieren. Aber was jetzt? Viele Menschen stellen fest, dass Zustandsberichte mit qualitativen Bewertungen und allgemeinen Empfehlungen gefüllt sind, die sich nur schwer in konkrete Maßnahmen umsetzen lassen. Wie stellen Sie sicher, dass diese Informationen nützlich sind, um datengestützte Entscheidungen zu treffen und effektiv zu handeln?
Herausforderungen traditioneller Zustandsbeurteilungen
Eine der größten Herausforderungen von Zustandsberichten besteht darin, dass sie oft lange, textlastige Beschreibungen und subjektive Einschätzungen enthalten. Immobilienverwaltern und Entscheidungsträgern fällt es daher möglicherweise schwer, Aufgaben so zu betrachten und zu quantifizieren, dass die Priorisierung und Budgetierung erleichtert werden.
Zustandsberichte enthalten in der Regel detaillierte Beschreibungen der Konstruktion, der Materialien und des Zustands des Gebäudes, oft zusammen mit Bilddokumentationen. Um diese Berichte jedoch in konkrete Handlungspunkte umzusetzen, ist eine umfangreiche Nachbearbeitung erforderlich. Die Maßnahmen müssen auch in ein FM-System integriert werden, damit Aufgaben an die richtigen Akteure weitergegeben werden können. Dieser Prozess ist oft zeit- und ressourcenintensiv und hat keinen direkten Bezug zur Praxis.
Darüber hinaus ist es schwierig, den Zustand und die finanziellen Aufwendungen für das gesamte Immobilienportfolio zu verallgemeinern, da Zustandsberichte nicht datenbankbasiert sind und die Bewertungskriterien von Bericht zu Bericht unterschiedlich sind.
Die Lösung: Von textlastigen Bewertungen bis hin zu datengesteuerten Maßnahmen
Um Zustandsbeurteilungen praktischer zu machen, sollte ein strukturierterer Ansatz erforderlich sein, bei dem qualitative Bewertungen in quantifizierbare Daten umgewandelt werden. Hier sind einige wichtige Prinzipien:
- Mehr Daten, weniger Text — Bestehen Sie darauf, dass Zustandsbeurteilungen spezifische Datenpunkte wie Zustandsmerkmale, Lebensdauerschätzungen und wirtschaftliche Schätzungen enthalten und nicht ausführliche Beschreibungen.
- Verwenden Sie eine einheitliche Skala — Stellen Sie sicher, dass alle Bewertungen einer festen Struktur folgen, sodass Vergleiche zwischen Immobilien möglich sind.
- Klare Priorisierung — Der Bericht sollte den dringendsten Wartungsbedarf aufzeigen und die wirtschaftlichen Auswirkungen aufzeigen.
- Objektive Einschätzungen — Harmonisierung und Standardisierung der Bewertungen der Zustandsmerkmale und der Restlebensdauer, um subjektive Verzerrungen zu vermeiden.
- Digitale Tools und KI — Erwägen Sie den Einsatz digitaler Plattformen oder KI-gestützter Systeme, mit denen Zustandsdaten aller Immobilien analysiert und visualisiert werden können, um die Entscheidungsfindung zu erleichtern.
Aktionspunkte:
- Erfordern Sie strukturiertere Berichte mit spezifischen Daten statt langer Beschreibungen.
- Implementieren Sie den Standard der Builders Association für Zustandsbewertungen.
- Führen Sie die Zustandsbeurteilung alle 3-5 Jahre als Praxis und nicht als Aufgabe durch
- Holen Sie sich ein digitales Tool, das intuitiv und einfach zu bedienen ist, sodass Betreiber, die tagtäglich auf dem Grundstück sind, den Zustand kontinuierlich beurteilen können
- Verwenden Sie KI oder digitale Tools, um Daten zu analysieren und zu visualisieren.
- Verwenden Sie intelligente Technologien, die Ihnen einen qualifizierten Ausgangspunkt für Zustandsbeurteilungen bieten können.
Indem Sie sich auf quantifizierbare Daten und digitale Lösungen konzentrieren, können Sie Ihre Zustandsbeurteilungen viel praktischer gestalten — und so schneller die richtigen Entscheidungen treffen.



